Kräuterpesto aus Gartenkräutern

Das perfekte selbstgemachte Pesto mit Pfiff.

Mein Gemüsegarten und meine Kräuterschnecke beschenken mich zur Zeit reich mit duftenden Kräutern – Koriander, Dille, Knoblauchgras, Frühlingszwiebeln, Kapuzinerkresse und und und…. Ideal um ein Kräuterpesto zu produzieren, denn da braucht man schon reichlich Kräuter dafür. Es muss nicht immer Basilikumpesto sein, Abwechslung tut gut.

Aus dem Urlaub in Zypern habe ich Olivenöl mitgebracht und Meersalz ist sowieso immer im Haus. Die Zutaten für das Pesto sind vorhanden, also los geht’s wir produzieren gemeinsam Kräuter Pesto!

Kräuterpesto - Kräuter für Kräuterpesto

Kräuter sammeln und ernten – Welche passen ins Pesto?

Zuerst geht es einmal daran die Kräuter im Garten zu schneiden. Natürlich hat nicht jeder einen Kräutergarten zuhause, doch jetzt im Juni gibt es auch am Markt und in fast jedem Supermarkt eine gute Auswahl an frischen Kräutern.

Welche Gartenkräuter kommen in mein Kräuterpesto? Nun, da könnt ihr euch flexibel an das Angebot eures Garten und nach eurem Geschmack richten. Wichtig wäre nur, dass es „weiche“ Kräuter sind, die sich gut zu einem Pesto verarbeiten lassen, wie z.B. Koriander, Basilikum, Oregano, Estragon und keine harten mediterranen  Kräuter wie Rosmarin oder Thymian. Die lassen sich nicht so gut im Blender (Standmixer) verarbeiten bzw. müssen mühsam von den Stängeln gelöst werden. Ich ergänze dann um würzige Kräuter wie z.B. Knoblauchgras, Schnittlauch, Frühlingszwiebeln und Kapuzinerkresse. Die geben dem Pesto einfach ein wenig Pfiff. Damit es nicht zu intensiv wird, habe ich heute auch noch 2 Hand voll frischen Spinat dazu gegeben. Brennnesseln würden genauso funktionieren.

Ergänzt wird das Pesto noch um geröstete Sonnenblumenkerne. Wer Nüsse bevorzugt (ich bin leider allergisch), kann auch Walnüsse nehmen. Pinienkerne passen selbstverständlich auch, doch da muss ich ehrlich sagen, die sind mir für die Menge an Pesto die ich produzieren, einfach zu teuer. Geröstete Sonnenblumenkerne schmecken genauso gut und sind noch dazu heimisch.

Rezept und Zubereitung des Pestos

Scheut euch nicht, es ist ganz einfach ein Kräuterpeso selbst zu machen. Ihr dürft nur keine Angst vor einer schmutzigen Küche haben, vor allem nicht wenn euch so wie mir, eure kleinen Kinder fleißig dabei helfen.  Mein 2 -jähriger Sohn war mit Feuereifer dabei und hat geholfen das Pesto in die Gläser abzufüllen.

Außer den Zutaten braucht ihr noch einen Blender (Standmixer, Smoothiemaker oder ähnliches, wie den händischen runden Zerkleinerer von Tupperware). Dort kommen nämlich alle Zutaten hinein und werden klein gemixt!

Zutaten Kräuterpesto:

  • 1 große Schüssel Gartenkräuter – bitte darauf achten dass sie trocken sind, wenn sie nicht schmutzig sind am besten gar nicht waschen.
    • z.B. Koriander, Basilikum, Schnittlauch, Dille, Estragon, Oregano, Liebstöckel, Frühlingszwiebel, Knoblauchgras, Kapuzinerkresse.
  • ca. 1 Liter Olivenöl oder Olivenöl mit Rapsöl gemischt, wenn wer den intensiven Geschmack von Olivenöl nicht so gerne mag.
  • 1 TL grobes Meersalz, evt. etwas frisch gemahlener Pfeffer
  • 200g Sonnenblumenkerne, trocken geröstet

Zuerst die Kräuter von den harten Stilen befreien und grob mit dem Messer zerkleinern. Bei weichen Kräutern wie z.B. Dille oder Koriander oder Petersilie können die Stile ruhig mit verarbeitet werden, sie enthalten besonders viel ätherische Öle und werden sowieso fein zerkleinert.

Die Sonnenblumenkerne in einer heißen Pfanne ohne Fett etwas rösten. Achtung, die Kerne dunkeln in der heißen Pfanne noch nach, auch wenn der Herd schon abgedreht ist.

Grob zerkleinerte Kräuter, Salz und Sonnenblumenkerne zusammen mit reichlich Olivenöl in den Mixer geben und aufdrehen. Es funktioniert nur gut wenn genug Öl drinnen ist. Es muss eine cremige Masse entstehen. Kosten und evtl. noch nachwürzen.

Anschließend das Pesto in saubere kleine Schraubgläser füllen und oben noch ein wenig Olivenöl darauf geben, damit das Pesto schön mit Öl bedeckt ist. So schimmelt es nicht und hält sich lange.

Selbstgemachtes Kräuterpeso im Glas mit Olivenöl

Einige werden sich vielleicht fragen: „Gehört da nicht auch noch Käse hinein?“. Nun ja, ich nehme keinen Käse ins Pesto dazu. Da hält sich das Pesto nämlich nicht so gut. Den Käse kann man immer noch frisch über die Pasta reiben. Außerdem kann man das Pesto so auch als Würzpaste für Dipsaucen verwenden.

Kochen mit Kräuterpesto

  • Der Klassiker für Pesto ist natürlich Pasta in allen Varianten. Mein Sohn liebt grüne Tagliatelle mit grünem Pesto, damit es so richtig grün wird. Nachdem die Nudeln mit dem Pesto vermischt sind, kann man noch frische, geviertelte Cocktailtomaten oder auch getrocknete Tomaten darunter mischen, um das Gericht abzurunden.
  • Sommerzeit ist Grillzeit, und da gehört Kräuterbaguette einfach dazu. Viel besser als die gekaufte Fertigware schmeckt natürlich ein frisches Weißbrot oder Baguette, das eingeschnitten wird und mit Pesto bestrichen wird. Für 10 min bei 180 Grad ab in den Ofen und es schmeckt herrlich würzig und duftet!
  • Dipsaucen: egal ob zu Gemüsesticks, zum Grillen, Raclette oder Fondue, oder auch die Kräutersauce zum Gemüse- oder Kürbisstrudel oder zum Ofenkürbis. Wenn es schnell gehen muss und ihr gerade keinen frischen Kräuter zur Hand habt, nehmt einfach ein paar Teelöffel Kräuterpesto und mischt es darunter.

Tipps für weitere Pestos:

Wie wäre es auch mal mit einem Wildkräuter oder Borretsch Pesto? Das bringt grüne Abwechslung auf den Teller und besonders das Borretsch Pesto schmeckt im Sommer schön frisch.

 

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