Kürbisstrudel mit Basilikum-Estragon Kräutersauce

Mein persönlicher Kürbis Klassiker mit Geschichte

Wenn nun bei uns im Weinviertel die Kürbisse leuchtend orange vor den Häusern stehen, dann kann ich natürlich nicht widerstehen. Kürbisstrudel, Kürbissuppe, Kürbispuffer, Kürbisgemüse, Kürbisbrot – ich könnte jeden Tag was leckeres mit Kürbis kochen!

Hokkaido Kürbis

Mein persönlicher Klassiker ist aber der Kürbisstrudel. Es ist schon ein paar Jährchen her, da gab es in Herrnbaumgarten – ein kleiner romantisch gelegener Weinort im Weinviertel, der ein klein wenig verrückt ist – jedes Jahr im Herbst ein Kürbisfest. Zu diesem Anlass hat auch meine Familie ihren Hof geöffnet. Neben Grünen Veltliner aus den eigenen Weingärten gab es natürlich Kürbisgerichte. Trotz anfänglicher Skepsis meines Vaters („Wer sollte das denn essen?“) wurde unser Hof immer gestürmt. Mein Beitrag waren die Kürbissuppe und der Kürbisstrudel. Die Fülle habe ich schon immer einen Tag vorher vorbereitet und dann bin ich voll beladen zu meinen Eltern gefahren, um dort den Kürbisstrudel frisch zu backen. Das Geheimnis, warum der Strudel so beliebt war? Es waren ganz viele Kräuter in der Fülle….

ich backe den Kürbisstrudel immer noch. So z.B. beim Geburtstagsfest meines Sohnes letzten Sonntag, der schmeckt der ganzen Familie. Dazu gibts einen Endiviensalat mit Paradeisern aus dem Garten und eine Kräutersauce mit Kräutern aus unserer Kräuterspirale. Für die Kräutersauce sind momentan Estragon und Basilikum meine Favoriten. Die beiden Kräuter harmonieren mit Hilfe von ein wenig Zitrone ausgezeichnet und bringen einen frischen Duft und eine herb-würzige Geschmacksnote.

Rezept Kürbisstrudel mit Kräutersauce und Endiviensalat

Zutaten Kürbisstrudel für 2 große Strudel

  • 1/2 mittlerer Kürbis oder 1 kleiner Kürbis, bevorzugt Hokkaido Kürbis
  • 2 Zwiebeln
  • 1/2 kg gemischtes Faschiertes
  • 2 Eier
  • Rosmarin, Oregano, Thymian (oder andere würzige Kräuter)
  • 4 Zehen Knoblauch
  • Semmelbrösel
  • 1 Sauerrahm
  • 1 Joghurt
  • Estragon und Basilikum
  • Kräutersalz
  • 1/2 Zitrone
  • frischer Pfeffer

Kürbisstrudel mit Kräutersauce und Endiviensalat

Zuerst geht es an die harte Arbeit: Kürbis schneiden. Damit das nicht allzu anstrengend wird, nehme ich gerne Hokkaido Kürbis. Da kann man nämlich auch die Schale essen, dh man muss ihn nicht schälen. Aber er hat noch einen weiteren Vorteil. Das Fruchtfleisch des Hokkaido Kürbis ist etwas fester und zerkocht sich nicht gleich. Man möchte den Kürbis im Strudel ja auch noch spüren und schmecken.

Also, her mit einem großen scharfen Messer, den Kürbis in 2 Hälften teilen, die Kerne rausholen und den Kürbis in kleine Würfel schneiden.

Als nächstes sind die Zwiebeln dran – ebenfalls schneiden. Den Knoblauch durch die Knoblauchpresse drücken und die Kräuter klein schneiden.

Einen guten Schuss Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln darin glasig anrösten. Dann das Faschierte dazu geben und kurz durchrösten. Dann kommen schon die Kürbisstücke dazu. Alles gut durchrühren und relativ großzügig mit Kräutersalz und frischen Pfeffer würzen. Dann gleich die geschnittenen Kräuter (Rosmarin, Oregano, Thymian) und den gepressten Knoblauch dazu geben. Der Kürbis braucht viel Würze um sein volles Aroma entfalten zu können.

Eine Alternative bei der Zugabe des Kürbis ist, einen Teil des Kürbis zu Beginn hinein zu geben und relativ weich und cremig zu kochen und den zweiten Teil erst später. Die Kürbisfülle ist dann  leicht cremig und bissfest zugleich.

Ist die Fülle fertig gekocht, muss sie ein wenig überkühlen, denn sonst schmilzt der Blätterteig wenn man sie heiß darauf gibt. Die Zeit kann man nutzen um den Endiviensalat zuzubereiten. Da habe ich schon vor einiger Zeit zwei Zubereitungsarten verraten.

In die überkühlte Fülle noch 1-2 Eier unterrühren, das bindet die Fülle. Ist die Fülle zu flüssig geraten, einfach ein paar Löffel Semmelbrösel unterrühren. Das bindet noch zusätzlich.

Den Blätterteig ausrollen und die jeweils die Hälfte der Fülle darauf verteilen und den Strudel einschlagen. Mit etwas Ei bestreichen und ca. 30min bei 200 Grad im vorgeheizten Backrohr knusprig gold backen.

Ein Tipp zum Schluss: um den Strudel schön aufzuschneiden nimmt man am besten ein Elektromesser, da bröselt nix und der Strudel kann perfekt serviert werden.

Kräutersauce mit Basilikum und Estragon

Für die Kräutersauce könnt ihr natürlich Kräuter nach euren Geschmack verwenden. Ich mag die Kombination Basilikum mit Estragon. Erstens wuchern die noch in meiner Kräuterschnecke, und zweitens ist der Geschmack eine nette Abwechslung zur traditionellen Schnittlauch/Knoblauchsauce. Einfach Sauerrahm und Joghurt verrühren, mit Kräutersalz und frischen Pfeffer würzen, die geschnittenen Kräuter unterrühren und mit ein paar Spritzer Zitronensaft abrunden.

Also, ran an die Kürbisse und ab in den Strudel damit und genießen. Eine schöne Herbst…. äh …. Kürbiszeit wünsche ich euch.

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Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. Karin Artner sagt:

    Hallo Veronika,

    ich habe heute auch bei Alexanders Geburtstag den Kürbisstrudel serviert und er ist blendend angekommen, war wirklich sehr lecker! Danke für das tolle Rezept, das jetzt sicher im Weinviertel weiter verbreitet wird.

    Lg Karin

    >

    Gefällt 1 Person

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