(Wild-)Kräuterpesto – Genuss auf Pasta, Baguette & Salat

Der Herbst ist voller Gemüse, Obst und Kräuter – nur unsere Baustelle hält mich ein wenig auf Trab, so dass ich nicht ganz so viel daraus zaubern kann wie sonst.  Doch die Zeit für ein letztes Kräuterpesto der Saison habe ich mir genommen. Noch einmal frisches Grün voller Geschmack, Vitamine und Mineralstoffe, verfeinert mit würzigem Olivenöl und Walnüssen von Nachbars Nussbäumen (natürlich nur die, die über den Zaun gefallen sind!). In Form von Vollkorn-Kräuterbaguett durften es meine Gäste bereits verkosten, und nachdem alles aufgegessen wurde, scheint es geschmeckt zu haben. Also teile ich das Rezept dafür heute wieder mit euch.

Ach ja, wer es nicht selbst machen möchte, das Pesto gibt es am Wolkersdorfer Weihnachtsmarkt von 6.-8. Dezember in der Kellergasse zu erstehen. Kaum zu glauben, es sind nur mehr 7 Wochen bis zum Weihnachtsmarkt und ich hab noch nicht mal die Sommerurlaubs-Fotos geordnet…

Zuerst müsst ihr mal schauen was die Natur noch an Kräutern bietet. Wenn ihr wo Wiesen, Böschungen oder Waldränder habt wo Ende des Sommers alles abgemäht wurde, könnt ihr dort frisch gewachsene Brennnessel und Vogelmiere finden. Bei den Brennnessel immer nur junge Triebspitzen verwenden, die schmecken am feinsten. Die Vogelmiere gibt einen nussigen Geschmack. Beide Kräuter sind frisch voller Mineralstoffe und Vitamine und machen fit für den nebeligen Herbst.

Kombiniert habe ich das mit frischer Petersilie und Borretsch aus dem Garten, plus einer Handvoll junger Löwenzahnblätter. Nachdem ich den Borretsch im Garten heuer blühen lassen habe, sind die Samen ausgefallen  und jetzt im Herbst habe ich wieder junge Borretschblätter.

Nachdem ihr alles gesammelt habt die Kräuter besten kurz waschen, trocken schütteln und auf Tüchern zum Trocknen auflegen. Die Kräuter müssen bei der Verarbeitung ganz trocken sein, sonst hält das Pesto nicht lange.

Dann die Küchenmaschine, den Standmixer oder ein anderes Werkzeug auspacken. Die Kräuter grob schneiden und zusammen mit Olivenöl in den Standmixer geben und zerkleinern. So viel Olivenöl nehmen, damit eine cremige Paste entsteht.

Dazu kommen dann gehackte Nüsse oder Kerne und geriebener Hartkäse (ich nehme Grana Padano, aber Bergkäse geht genauso).

Mit Meersalz, Pfeffer und gepressten Knoblauch würzen und nochmals gut durchmixen. Noch ein wenig Öl dazugeben, damit es schön dickflüssig wird.

Und schon ist das Pesto fertig und kann vorsichtig in Schraubgläser abgefüllt werden. Oben drauf kommt nochmals ein wenig Öl, damit das Pesto gut bedeckt ist und so nicht schimmelt. Kühl gelagert hält es einige Monate.

So, jetzt sieht die Küche wie ein grünes Schlachtfeld aus, aber ihr habt euer eigenes Pesto! Gebt es über Nudeln, streicht es in ein Baguette, das kurz im Ofen aufgebacken wird, würzt damit Dipsaucen, verfeinert Salate und vor allem – genießt es!

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