Letzte Ernte: Endiviensalat und Petersilie

Auch Ende November liefert der Garten noch frischen Salat und Kräuter.

Nein, heute gibt es bei mir noch kein Weihnachtsrezept. Ok, ich habe heute schon den Adventkranz geflochten, nachdem Oma und Opa den kleinen Christoph beschäftigt und herumgetragen haben, aber ich habe auch die letzte Ernte aus dem Garten geholt. Der liefert auch noch Ende November ein paar frische Vitamine. Und nachdem die ganze Familie verkühlt ist, können wir die gut brauchen!

Endiviensalat

Zuerst mal zum Endiviensalat. Seit meiner Kindheit gibt es im Herbst Endiviensalat aus dem Garten. Der Salat wächst bis spät in den Herbst hinein und verträgt auch leichten Frost. Somit stehen immer noch ein paar Exemplare in meinen Garten. Seine Bitterstoffe wirken verdauungsfördernd und appetitanregend und natürlich enthält Endivien Salat auch viele Vitamine und Mineralstoffe, wie z.B. Kalium und Kalzium. Doch vor allem schmeckt der Salat vorzüglich und ich finde ihn eine tolle Abwechslung – würzig, leicht bitter, herzhaft.

Es gibt unzählige Zubereitungsarten, zwei davon möchte ich heute vorstellen:

  • Die klassische Weinviertler Zubereitungsart: Den Salat nudelig schneiden und ca. eine Viertelstunde in Wasser legen. Das schwemmt ein wenig die Bitterstoffe raus. Denn so so ein großes Salathäuptel aus dem eigenen Garten kann durchaus welche enthalten, muss aber nicht sein. Dann 2 Knoblauchzehen zerdrücken und unter den Salat mischen. Mit Tafelessig (Weißweinessig), Sonnenblumenöl und Salz marinieren. Schmeckt sehr gut zu deftiger Herbstkost, wie z.B. einen Schweinsbraten. Diese Version ist der Klassiker meiner Mutter.
  • Veronikas Art mit Kürbiskernöl: Ich persönlich bevorzuge in letzter Zeit die mildere Variante. Ich mariniere den Salat mit Balsamicoessig, Salz und viel steirischen Kürbiskernöl. Das Kürbiskernöl macht den Salat mild und so passt er zu vielen Speisen als Beilagen.

Der Salat lässt sich in unzähligen Varianten zubereiten und aufpeppen, hier zwei Vorschläge:

  • Gemischt mit gekochten Erdäpfeln und Kürbiskernöl als herzhafte Beilage.
  • Bestreut mit gerösteten Speckwürfeln und Schwarzbrotwürfeln ist Endiviensalat eine tolle Vorspeise.

Petersilie

Die Petersilie muss ich vermutlich nicht viel vorstellen – das Küchenkraut in Österreich schlechthin. Doch sie ist vielmehr als die Dekoration für den Teller und das grüne Tüpfelchen auf der Suppe. Seine Vitalstoffe können es angeblich mit einem Multivitaminpräparat aufnehmen. Egal ob in der Suppe, in Kräutersaucen, Aufstrichen oder zum Würzen eines Fisches – die Petersilie ist universell in der Küche einsetzbar.

Hier möchte ich euch nur einen Tipp zum Konservieren geben: Beim Trocknen verliert die Petersilie sehr viel von ihrem Aroma und die Farbe wird auch nicht gerade schön. Viel besser ist es, gehackte Petersilie in Plastikschüsserln einzufrieren. Und genau das habe ich mit der restlichen Petersilie aus meinen Garten gemacht, bevor die Erde umgegraben wurde. Wichtig ist nur, dass die Petersilie trocken ist bevor sie geschnitten und eingefroren wird, sonst klebt sie zusammen und lässt sich nicht streuen. So habt ihr den ganzen Winter über frisches Kräutergrün für eure Speisen.

Noch ein Tipp für den Winter: Wenn ihr selbst Petersilie im Garten habt, dann am besten nicht alles ausgraben. Lasst ein wenig davon stehen. Auch die Petersilie verträgt leichten Frost und man kann weit in den Herbst oder frühen Winter hinein einige Blättchen ernten. Deshalb habe auch ich noch welche im Garten! Und im Frühling treiben die Wurzen wieder aus und bringen die ersten grünen Blättchen für die Suppe.

 

 

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